Häufige Fragen

Wer glaubhaft macht, Kunde oder Rechtsnachfolger eines verstorbenen oder verschollenen Kunden einer Bank oder Vertreter einer solchen Person zu sein, ohne die Bank zu kennen, kann die An­laufstelle ersuchen, Nachforschungen nach Vermögenswerten durchzu­führen. Dabei muss er oder sie der Anlaufstelle

  • glaubhaft machen, dass eine Kundenbeziehung zu einer Bank in der Schweiz besteht,
  • den Namen der Person bekanntgeben, IN DEREN NAME das Konto, Heft, Depot oder Schrankfach geführt wurde,
  • seine/ihre Berechtigung am gegebenenfalls noch bestehenden Kon­to, Heft, Depot oder Schrankfach glaubhaft machen, insbe­sondere seine/ihre Identität und Rechtsnachfolge dokumentieren.

Sämtliche kontaktlosen Vermögenswerte (Sparhefte, Konti inklusive Nummern- und Pseudonymkonti, Depots, Schliessfächer) bei Banken in der Schweiz mit einem Wert von mehr als CHF 500.

Sobald die Bank feststellt, dass der Kontakt zum Kunden und dessen Bevollmächtigten abgebrochen ist:

  • Wenn Schreiben von der Bank nicht mehr zugestellt werden können.
  • Bei banklagernder Korrespondenz, Sparheften und Schliessfächern, wenn die Bank konkret Kenntnis hat, dass der Kunde verstorben ist, spätestens jedoch nach 10 Jahren ohne Kontakt mit dem Kunden resp. dessen Bevollmächtigten oder Erben.
  • Bei E-Banking spätestens drei Jahre nach dem letzten Kontakt (z. B. Log-in).
  • Wenn etwaige Bemühungen der Bank zur Wiederherstellung des Kontaktes ohne Erfolg geblieben sind.
  • Teilt ein unabhängiger Vermögensverwalter oder Anlageberater der Bank mit, keinen Kontakt mehr mit dem Kunden zu haben, so gilt die Kundenbeziehung auch für die Bank als kontaktlos.

Sie speist die Angaben zum Inhaber und allfällig Bevollmächtigten in eine zentrale Datenbank ein, auf welche ausschliesslich die Zentrale Anlaufstelle des Schweizerischen Bankenombudsman Zugriff hat.

Nein. In der Schweiz gibt es keine Stelle, welche Zugriff auf sämtliche Kundendaten der einzelnen Banken hat. Eine zentrale Datenbank besteht einzig für als kontaktlos gemeldete Vermögenswerte. Noch nicht kontaktlose Vermögenswerte können deshalb nur mit einer Direktanfrage bei den Banken ermittelt werden.

Werden Vermögenswerte in Strukturen gehalten (Gesellschaften, Trusts, Stiftungen) ist zu beachten, dass in der Datenbank die Namen der Struktur (als Kontoinhaber) und der Vertreter vermerkt sind. Eine Suche nach dem Namen des Wirtschaftlich Berechtigen („Beneficial Owner“) bleibt normalerweise ergebnislos.

Die Anlaufstelle überprüft anhand des Fragebogens und der eingereichten Dokumente, ob der Antragsteller zur Suche legitimiert ist. Im positiven Fall erfolgt die gewünschte Abfrage in der zentralen Datenbank und der Antragsteller wird über das (vorläufige) Ergebnis orientiert.

Aufgrund unterschiedlicher Kriterien an die Meldung in die zentrale Datenbank (siehe Frage 3) kann eine gesuchte Bankbeziehung im Moment der Abfrage durch die Anlaufstelle noch nicht im System gemeldet sein. Im Extremfall erfolgt die Meldung durch die Bank in die zentrale Datenbank erst 10 Jahre nach der Suche durch die berechtigte Person.

Dieser Fall wird vom System abgedeckt. Die zentrale Datenbank meldet der Anlaufstelle, wenn ein früher abgefragter Name zu einem späteren Zeitpunkt von einer Bank ins System gemeldet wird.

  • Die Namen der vermuteten Bankkunden sind möglichst vollständig anzugeben.
  • Allfällige spätere Adressänderungen der Antragsteller sollten der Anlaufstelle gemeldet werden, damit sichergestellt ist, dass diese bei Bedarf kontaktiert werden können.